Wunderkammern

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Sven Ehmann, Robert Klanten, Sofia Borges, Gestalten Verlag, 256 Seiten, Format 30,5 X 24,5 cm

Die neue Eleganz im Interior-Design. Design, Kunst und Architektur verschmelzen in den ausgewählten Wohnobjekten der internationalen Designelite zu einem beeindruckenden Potpourri der Stile. ‚Wunderkammern‘ fügt die weltweit interessantesten Interieurs zu einem spannenden Bildband und papiernen Zeitkapsel der aktuellen 20er Jahre, in der alles geht, bloß keine Einheitlichkeit. 250 Seiten abwechlungsreich gestalteter Domizile, die, wie immer bei Drucksachen aus dem Gestalten Verlag, hervorragend zusammengestellt sind.  

‚Milano Solterino‘, ein Palazzo aus dem 18. Jh, umgestaltet von Dimore Studio

‚Besondere Wohnungen sind immer auch ein Spiegelbild ihrer besonderen Bewohner‘ – ein schöner Satz, der das erste Auswahlkriterium des Verlags auf Trefflichste beschreibt. Architekten, Künstler, Galeristen und Design-Protagonisten öffneten die Türen ihrer Ferienwohnungen, Appartements und Häuser.

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Designmöbel-Hersteller wie Baxter, Minotti und Fritz Hansen steuerten stimmige Werkfotos aufwendiger Fotoproduktionen bei. Buchautorin Abigail Ahern wird mit einer Doppelseite, das türkische Designstudio Autoban mit einem umfangreichen Portrait und Bildstrecken ihrer Projekte, wie beispielsweise dem grandiosen ‚Opera Palas‘, gewürdigt. Das Entree eines skandinavischen Hotels weiß ebenso zu überzeugen wie das Pittsburgher Loft von Stacy Weiss von Studio Weisshouse. Insgesamt 63 Projekte sind mit mindestens einer Doppelseite beschrieben, dazu fünf Portraits von Interior-Meistern mit Bebilderung ihrer wichtigsten Projekte.

Eingangshalle Hotel Rungstedgaard, Frederikke Aagaard

Erlaubt ist was den Bewohnern gefällt. Die skandinavische Möbel-Avantgarde trifft auf Klassiker wie Eames, Mies van der Rohe, Serge Mouille, Jean Prouvé, Tolix, Wegener, Chesterfield-Sofa, Neobarockes, Industrie- und Vintage-Möbel sowie moderne Kunst. Für die neu ausgeschriebene Eleganz sorgen Samt und Seide. Antikes trifft auf Neues wie die Beistelltische von Sebastian Herkner oder Hocker von e15, die Wände sind vorzugsweise dunkel gehalten, Sammel-Leidenschaft wird gerne inszeniert eingebunden. In den 90ern nannte man diesen Style Eklektizismus, heute wird daraus die ‚Neue Individualität‘ und Räume dazu sind Wunderkammern… ; ) Aber egal, der Bildband ‚Wunderkammern‘ ist super!

Das Zuhause des Creative Directors einer Pariser Designagentur Jean-Christophe Aumas

Für wen… Für Design-Sammler die sich an internationalen Vorreitern orientieren wollen. Für alle, die weiße Wände schrecklich banal finden und skandinavische Leichtigkeit und Shabby Chic im Wohndesign nicht mehr ertragen können. Viele der Anregungen lassen sich ansatzweise auch in kleineren Räumlichkeiten umsetzen. Münchner Interior-Geschäfte passend zum Style: hier klicken…

| spk, 089VERLAG

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