Marder, Rose, Fink und Laus. Meine Garten-WG

in BUCHTIPPS / Bücher / Gartenbücher • Urban Gardening • Gemüsegärten
Aufbau Verlag, Fotos von Herbert Pirker, Format 23,5 cm x 17 cm /Broschur & HC, 156- 170 Seiten

ALLE 3 BÜCHER VON BARBARA FRISCHMUTHAmüsantes weiß Barbara Frischmuth aus ihrem Garten im österreichischen Salzkammergut zu erzählen. Dabei hat sie die Schrullen der passionierten Gärtner im Visier, die Eierkarton als Festmahlzeit für die Bewohner des Komposthaufens bereit halten und auf selbigen nicht nur Kaffeesatz, sondern auch frisch geschnittene Nagelschnipsel tragen. Die Mühsal und Sorgen um nicht kommende Pflanzen trägt der Leser gerne mit ihr und liest mit Freude Geschichten über die nicht immer willkommenen Besucher im Garten, die insbesondere in ‚Marder, Rose, Fink und Laus. Meine Garten-WG’ zum Tragen kommen. Auch der Blick über die Schulter der Autorin, wenn es um das Blättern in den Bestellkatalogen und das Bestellen von Sämereien geht, bereitet viel Spaß. Mit gekonnten Worten weiß sie einen ‚Austausch über den Gartenzaun’ zu Papier zu bringen…

Blick ins Buch, wobei die Fotos nicht das Wichtigste an dieser Buchreihe sind…

In dieser Buchbesprechung wurden alle drei bisher von ihr erschienenen Gartenbücher zusammengefasst, da sich die Geschichten nur im Detail voneinander unterscheiden. Allerdings scheint ihr gegen Ende mit ‚Löwenmaul und Irisschwert’ der Stoff auszugehen. Allzu willkürlich werden Gartentagebuchsplitter aneinandergereiht, die fiktive, ausgesprochen schwache Lily-Geschichte im letzten Kapitel erschließt sich auch nach dem dritten Lesen nicht und es stellt sich die Frage, die zugleich auch Kapitelüberschrift von Teil II. ist, nämlich ‚Was der Garten in der Literatur verloren hat’. Allerdings würde ich in diesem Zusammenhang etwas variieren und fragen was die Literatur in diesem Gartenbuch verloren hat? Der Zusatz ‚Gartengeschichten’ verweist allerdings schon im Titel auf den fehlenden Zusammenhang – einer weiteren Fortsetzung sollte daher unbedingt mit intensiven Einlesen und kritischem Blick begegnet werden, während sowohl ‚Fingerkraut und Irisschwert. Ein literarisches Gartentagebuch’ als auch ‚Marder, Rose, Fink und Laus’ absolutes Suchtpotential besitzen und jedem Gartenbesitzer Lesevergnügen garantieren.

Bei der Wahl zwischen Broschur und Hardcover kann getrost auf die preiswertere Variante zurückgegriffen werden, da es sich nicht um einen Bildband, sondern in erster Linie um die feinsinnigen Betrachtungen dreht. Bei den Fotos handelt es sich um gute Amateurfotos, die nur bei den Detailaufnahmen wirklich zu überzeugen wissen. Doch dies nur nebenbei, denn das schmälert das Lesevergnügen der ersten beiden Bände auf keinen Fall.

Für wen… Für Gartenfreunde die im Winter kaum die Beine ruhig halten können und lange, besinnliche Wintertage, an denen wirklich rein gar nichts im Garten zu tun ist. Mit Barbara Frischmuth wird die Gartenzeit wieder lebendig…

| spk,  089VERLAG

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