Die heimlichen Geliebten des Gärtners

in BUCHTIPPS / Gartenbücher • Urban Gardening • Gemüsegärten / Grün & Exterior
Jane Taylor, Dumont Verlag, Fotos Von Marijke Heuff, Format 24,5 cm x 27 cm /HC, 224 Seiten

Irgendwann packt es jeden wahren Gartenfan: Das Fieber nach dem Besonderen, nach der Pflanze, die man noch nicht tausendfach gesehen hat,  die in jedem Garten zu finden ist und kombiniert diese mit langlebigen, dankbaren Dauerbrennern. Genau an dieser Stelle setzt Jane Taylor an und schöpft aus dem Fundus ihrer langen Erfahrungen als Gartenarchitektin, Gärtnerin und Autorin der englischsprachigen Gartenzeitschrift ‚The Garden’.

Einige der von ihr ausgewählten Pflanzen betören durch ihren Duft, andere durch die Fähigkeit auch den kältesten Winter zu überstehen. Wiederum andere gehören zu den Gartenpflanzen-Klassikern, die sich durch ihre vielseitige Einsetzbarkeit oder durch ein besonders schönes Blattwerk einen Platz in diesem Buch erobert haben. Die Auswahl ist betont subjektiv, die Autorin fordert darüber hinaus auf, die von ihr getroffene Auswahl nicht blind zu übernehmen, sondern genau zu prüfen und gegebenenfalls als für den eigenen Garten ungeeignet zu verwerfen. Diese Prüfung untermauert Taylor durch gezielte Informationen – damit ist ihr der selten gute Mix zwischen Bildband und Gartenratgeber überaus gelungen.

Flächige und flüchtige Effekte, Strukturpflanzen, vertikale Pflanzen, aber auch  Wald- und Obstgärten und feuchtigkeitsliebende Pflanzen gehören zu den in separaten Kapiteln vorgestellten Pflanzen und ihren Pflanzbereichen. Die Gliederung ist klar: die allgemeine Abhandlung zum jeweiligen Kapitel hebt sich, auf cremfarbenem Papier gedruckt, vom nachfolgenden, informativen  Pflanzenbrevier ab. Obwohl ‚Die heimlichen Geliebten des Gärtners’ die volle Punktzahl erhält, wendet sich der Titel in erster Linie an den interessierten Laien – zu viele der vorgestellten Pflanzen, mögen sie noch so viele Vorzüge besitzen, sind bereits hinlänglich bekannt. So ähnelt das Lesen dieses Buchs dem begeisterten Austausch zwischen zwei Gartenfans: „Ja!, die kenne ich auch, die haben Sie auch eingesetzt? … eine meiner Lieblingspflanzen …“

Der Unterscheidung zwischen den verschiedenen Varietäten wird nicht genügend Platz eingeräumt, um dem wirklichen Gartennarr neues Futter zu geben. Den einzigen wirklichen Minuspunkt jedoch erhält das Pflanzenregister am Ende des Buches. Gerade den nicht jedem bekannten, interessanten Pflanzen der Auswahl wurde dort nicht ausreichend Sorgfalt gewährt – oder verstehen Sie, warum der bereits hinlänglich bekannte ‚Papaver’ mit der deutschen Bezeichnung ‚Mohn’ versehen wird, der Prostanthera rotundifolia ( = australische Minzstrauch, Anm. der Redaktion) oder ‚Hedychium’, die Ingwer- oder Kranzblume, keine deutsche Bezeichnung erhalten haben ?

Für wen…

| spk,  089VERLAG

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